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Berufspraxisstufe

Die Berufspraxisstufe ist als Nahtstelle zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung anzusehen und bereitet die Schülerinnen und Schüler auf das Arbeiten innerhalb einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) vor. In ihr werden Schülerinnen und Schüler in einer Lebensphase begleitet und gefördert, in der der Übergang vom Kind bzw. Jugendlichen zum Erwachsenen vollzogen wird und die Handlungsfähigkeit für Situationen, die ein Erwachsener zu bewältigen hat, erreicht werden sollen. Die Notwendigkeit der Förderung innerhalb der Berufspraxisstufe ergibt sich aus der Mehrfachbehinderung unserer hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler.

Die Förderung findet in den folgenden sechs Bereichen statt:

  • Arbeit und Beschäftigung
  • Freizeit
  • Wohnen
  • Partnerschaft
  • Öffentlichkeit
  • Kommunikation

Ein besonderer Fokus liegt vor allem auf dem Bereich der Kommunikation, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Betreuerinnen und Betreuer der WfbM häufig wenig Erfahrung im Umgang mit Hörgeschädigten und ihren spezifischen Bedürfnissen haben.

Ein besonderer Inhalt der Berufspraxisstufe ist der ganztägige wöchentlich stattfindende Berufspraxisstufen-Tag.

In klassenübergreifenden Lerngruppen von vier bis acht Schülerinnen und Schülern, die vorwiegend von Fachlehrern unterrichtet werden, werden Arbeitsangebote in den folgenden Bereichen gemacht:

  • Textiles Gestalten
  • Hauswirtschaft
  • Werken
  • Mobilität und praktisches Arbeiten

Der Berufpraxisstufen-Tag dient der Vorbereitung auf eine berufliche Realsituation und strukturiert sich wie ein regulärer Arbeitstag. Wichtigste Zielsetzung an diesem Tag ist es den Schülerinnen und Schülern Grundhaltungen zu vermitteln. Zu den Grundhaltungen gehört zum Beispiel: Arbeiten sorgfältig auszuführen, diese selbst zu kontrollieren und zu Ende zu führen, eigenständige Materialbeschaffung, den Arbeitsplatz in Ordnung zu halten und um Hilfe zu fragen.

Die Berufspraxisstufe arbeitet eng mit den hiesigen Arbeitsämtern zusammen und vermittelt von hier aus die Schülerinnen und Schüler an die Arbeitsämter ihres jeweiligen Wohnortes. In Kooperation mit den Eltern werden den Fähigkeiten und Neigungen der Schülerinnen und Schüler entsprechend Praktika organisiert und vereinbart. Darüber hinaus ist eine weitere Aufgabe die jungen Erwachsenen bei der Suche nach einer geeigneten Wohnform zu beraten und zu unterstützen.

In der Regel findet der Übergang von Berufspraxisstufe in die WfbM nach drei Jahren statt.